Wie Geschlechterstereotype unseren Blick prägen
Geschlechterbilder sind vielfältig und sie verändern sich. Lange Zeit galt die Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter gibt: männlich und weiblich. Die Realität war und ist aber schon immer viel breiter und vielfältiger. Es hat schon immer Menschen gegeben, die jenseits dieser klassischen Einteilung leben, zum Beispiel als Transperson oder als non-binäre Personen. Das ist kein neues Phänomen, sondern wird auch bei dem Blick in die Geschichte deutlich. Auch die Geschlechterrollen von Männern und Frauen werden in der Realität viel vielfältiger und unterschiedlicher gelebt, als uns oft bewusst ist. Menschen bewegen sich auf einem Spektrum von Eigenschaften, die als männlich oder weiblich gelten.
Trotz dieser gelebten Vielfalt – früher wie heute – prägen oft noch stereotype Geschlechterbilder unsere Gesellschaft: Vorstellungen davon, was „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ ist, halten sich hartnäckig und werden im Alltag, Beruf und in den Medien verbreitet. Solche Zuschreibungen schränken den Blick auf die gelebte Vielfalt von Geschlecht ein und beeinflussen auch, wie frei und vielfältig Menschen sich selbst sehen und entfalten können.
Mit genau diesen Fragen haben sich Freiwilligendienstleistende in einem Seminar in der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach beschäftigt: Was gilt eigentlich als „normal“? Wo begegnen uns Geschlechterstereotype im eigenen Alltag, im Freiwilligendienst oder in den Medien? Und wie gehen wir selbst damit um? Aus dieser Auseinandersetzung sind Collagen, Bilder und Texte entstanden, die dazu einladen, gesellschaftliche Stereotype von Geschlechterbildern aufzudecken und zu hinterfragen.
Das Projekt ist anlässlich des 14. Deutschen Diversity-Tages am 19. Mai 2026 unter dem Motto „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle“ entstanden, bei dem die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach jedes Jahr mit einer Aktion aktiv beteiligt ist. Das kreative Projekt der Freiwilligendienstleistenden und das Motto des diesjährigen Diversity-Tags zeigen: Bei der Anerkennung von geschlechtlicher Vielfalt gewinnt nicht nur jede einzelne Person, sondern die Gesellschaft als Ganzes.