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OstergrußDonnerstag, 25. März 2021

Ostergruß

Brief der Geschäftsführung zu Ostern 2021

Liebe Bewohner*innen,
sehr geehrte Angehörige und Betreuer*innen,

mit diesem Schreiben möchten wir Ihnen zunächst allen ein frohes Osterfest wünschen. Es wird nun das zweite Osterfest sein, welches wir alle während der CORONA-Pandemie feiern müssen. Während beim letzten Mal noch ein absolutes Besuchsverbot herrschte, sind in diesem Jahr Besuche möglich.

Wir möchten kurz an das letzte Jahr erinnern, in dem unsere Kolleg*innen in den Altenheimen und die Leitungskräfte alles gegeben haben, um die herausfordernde Situation so gut wie irgendwie möglich zu meistern. Wir hatten und haben ein hervorragendes Schutzkonzept und immer ausreichend Schutzmaterial zur Verfügung und dürfen deshalb einmal an den „Rettungsschirm" der Bundesregierung (SGB XI § 150) erinnern, der dies alles finanziert. Weil wir die Form des damaligen Besuchsverbots in den Altenheimen abgelehnt haben, haben wir im Frühjahr 2020 sofort mit unseren Besuchscontainern (,,de Vertellbud") Alternativen geschaffen, um die so wichtigen sozialen Kontakte in Ergänzung zu unseren betreuerischen und pflegerischen Aufgaben zu ermöglichen.

Während in den Medien leider oft negativ über die Arbeit und die Vereinsamung während der Pandemie in Altenheimen berichtet wird, sieht die Realität bei uns so aus, dass wir fast alle Angebote weiterhin aufrecht erhalten, aber z.B. das Bingospiel und Sitzkegeln nicht in einer Runde mit mehreren Wohnbereichen gespielt wird, sondern nun in jedem Wohnbereich einzeln angeboten wird. Dies ist kein Angebotsabbau, sondern für unser Personal eine Mehrarbeit, die wir gerne leisten.

Wir haben mehr als 60 Besuchsbegleiter*innen für die Zeit während der Pandemie eingestellt, um unser Personal zu entlasten für die direkte Arbeit in den Wohnbereichen und um Ihnen seit 9 Monaten 7 Stunden Besuchszeit an 7 Tagen in der Woche anbieten zu können! Wir bieten an 4 Tagen in der Woche insgesamt 16 Stunden kostenlose Schnelltests in unserem zentralen Schnelltestzentrum an. Die vier Kolleg*innen, die diese Arbeit leisten und pro Woche mehr als 600 Tests durchführen, entlasten unser Personal in den Heimen damit um 200 Stunden, die so für Betreuung und Pflege im Wohnbereich aufgebracht werden. In drei unserer sieben städtischen Altenheime haben sich Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen mit COVID-19 infiziert und leichtere, aber leider auch schwerere Verläufe durchlebt. Dank unserer und Ihrer Bemühungen konnten größere „Hotspots" vermieden werden, wie sie in den Medien immer wieder berichtet werden.

Im Dezember 2020 gab es in 19 der 32 Altenheime in Mönchengladbach infizierte Menschen. Dieses zeigt in aller Klarheit, dass die Infektionen möglich sind und vor allem von außen in die Einrichtungen gebracht werden! Wir, die wir regelmäßig in den Heimen sind, müssen weiterhin durch vorbildhaftes Verhalten und unter strengster Einhaltung der Schutzmaßnahmen die bei uns lebenden Bewohner*innen schützen.

Mehr als 90% der Bewohner*innen und fast 80% unseres Personals in den Altenhei­men sind seit Mitte Februar zweimal geimpft. Wir teilen aber nicht die Ansicht des Landesgesundheitsministers, dass nun alle Altenheime „sicher" sind. Das sind sie definitiv nicht, leben doch nicht geimpfte Menschen in allen Altenheimen und es ziehen auch regelmäßig nicht geimpfte Interessenten zu uns.

Wir möchten Sie also alle ganz herzlich darum bitten, auch weiterhin achtsam zu sein und sich strikt an die Hygienevorgaben zu halten. Auch wir sind langsam müde ob der Einschränkungen, auch wir haben Familien, die wir teilweise lange nicht, oder nur auf Distanz gesehen haben, aber wir empfinden eine große Verantwortung Ihnen gegenüber. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Die Allgemeinverordnungen des Landes wechseln häufig schneller als man sich die Inhalte merken kann, aber wir wollen mit Ihnen keine bürokratischen Hürden umsetzen, sondern eine lesbare Sicherheit bei maximalen sozialen Kontakten. Sprechen Sie deshalb insbesondere für die Feiertage mit Ihren Angehörigen, die sie bei uns besuchen wollen und sprechen Sie sich innerhalb der Familien ein wenig ab.

Der Landesgesundheitsminister stellt aufgrund des falschen Besuchsverbots im letzten Jahr die Freiheitsrechte in den Vordergrund, wir appellieren an Ihre Vernunft und Vorsicht, dass die Besuche, so aufgeteilt werden, dass sich nicht tatsächlich z.B. ein(e Bewohner*in mit fünf Menschen zeitgleich in einem Zimmer aufhält.
Das ist weder sicher, noch gemütlich. Da wir unsere Gemeinschaftsräume und Cafeterien aber noch nicht für externe Gäste öffnen dürfen, bedarf es guter Abstimmungen und etwas gegenseitiges Verständnis und gegenseitige Rücksicht, damit alle Bewohner*innen und deren Angehörige zu ihren Besuchswünschen und zu ihrem Recht kommen.

Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen alles Gute und vor allem: bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Wallrafen, Geschäftsführer
Bernhild Birkenbeil, Fachbereichsleiterin "Leben im Alter"

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