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Jetzt reicht es! Wir fordern Corona-Reihentestungen auch in der AltenpflegeFreitag, 24. Juli 2020

Jetzt reicht es! Wir fordern Corona-Reihentestungen auch in der Altenpflege

Jetzt reicht es – Corona-Reihentests für die Altenpflege

Der Pflegesektor zählt zu den Bereichen, die durch das Coronavirus besonderen Gefahren ausgesetzt sind: Körperliche Distanz ist kaum möglich. Aktuell scheint die Lage entspannt und in den Pflegeeinrichtungen werden Schutzmaßnahmen gelockert. Mit dem Ende der Sommerferien dürfte sich die Infektionslage aber erneut verschärfen. Das Risiko, dass sich das Virus wieder stärker in den Pflegeeinrichtungen ausbreitet, steigt. Die Sozial-Holding Mönchengladbach fordert zusammen mit den anderen Trägern der stationären Altenpflege deshalb, Reihentestungen endlich auf den Pflegebereich auszuweiten.

"Es ist richtig, dass das Land allen Mitarbeitenden in Schulen und Kitas kostenlose Corona-Tests ermöglicht. Nur so können wir verhindern, dass sich das Virus dort unbemerkt ausbreiten kann. Wir können allerdings nicht nachvollziehen, warum die Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege von diesen Reihentestungen immer noch ausgeschlossen sind", kritisiert Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding Mönchengladbach. Es sei ein Versäumnis, das viele Menschen der höchsten Risikogruppe in Gefahr bringt. Die vielen Beschäftigten, die in den vergangenen Monaten einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Pflegebedürftigen geleistet haben, fühlten sich nun zu recht vor den Kopf gestoßen. "Bei der Einführung von Reihentestungen wurden sie einfach vergessen. Das ist unbegreiflich. Auch die Pflegebedürftigen und Pflegkräfte haben ein Recht auf Gewissheit und Sicherheit durch Reihentestungen!"

Im Zuge der weiteren Lockerungen, etwa bei den Besuchsregelungen in den Einrichtungen der stationären Altenhilfe, böten regelmäßige Reihentestungen bei Bewohner*innen und Mitarbeitenden einen wesentlichen Beitrag zum Schutz vor Infektionen. "Wir verlangen deshalb, dass die kostenlosen Reihentestungen nicht nur für Schulen und Kitas, sondern auch für den Pflegebereich möglich sind."

Betroffen sind davon allein in NRW rund 176.000 Menschen, die in 2.824 stationären Pflegeeinrichtungen arbeiten. Darüber hinaus sind 84.000 Menschen bei 2.800 ambulanten Pflegediensten tätig (Stand Ende 2017).

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