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Presse

15.09.2011: Pflegeministerin und Unternehmer im Gespräch

Was Unternehmen tun können, um ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu unterstützen, war ein Thema des IHK-Forums „Herausforderung: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“, zu dem rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mittwoch (14. September) ins städtische Altenheim Rheindahlen gekommen waren. Unter den Referenten: NRW Pflegeministerin Barbara Steffens.

Was Unternehmen tun können, um ihre Beschäftigten in solchen Situationen zu unterstützen, war ein Thema des IHK-Forums „Herausforderung: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege“, zu dem rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Mittwoch (14. September) ins städtische Altenheim Rheindahlen gekommen waren. Die IHK Mittlerer Niederrhein und die Sozial Holding der Stadt Mönchengladbach zeigten bei der Veranstaltung, wie familienfreundliche Betriebe für Beschäftigte attraktiver werden können, und stellte Unternehmen vor, die bereits Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in die Wege geleitet haben. Referenten des Forums waren Regina Held vom Verbund Unternehmen und Familie e.V., Regina Neumann-Busies von der Henkel AG und Helmut Wallrafen-Dreisow von der Sozial-Holding. Auch Barbara Steffens, Pflegeministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, machte in ihrem Eingangsstatement die gesamtgesellschaftliche Dimension des Problems deutlich und warb für betriebliche Vereinbarungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Steffens: "Hier müssen wir alle Verantwortung tragen - der Staat, die Zivil-gesellschaft und auch die Unternehmen müssen alle ihren Anteil dazu leisten." Die Ministerin forderte die Unternehmen auf, dass sie ihren positiven Ansätzen zur Vereinbarkeit von Kindern und Beruf auch direkte Schritte zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf anschließen. Da nicht jeder Kinder, aber jeder Eltern habe, werde die Pflege vermehrt zum Normalfall in der Lebenssituation. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels bräuchten die Unternehmen schnelle Lösungen. Sie werden künftig noch weniger in der Lage sein, auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verzichten, die sich aufgrund der mangelnden Vereinbarkeit gegen die Ausübung ihres Berufes entscheiden. Steffens: "Es ist besonders wichtig, dass Unternehmen ihr Augenmerk auch auf diejenigen richteten, die kurz vor dem Ausstieg aus dem Beruf stehen. Diese 'Grenzgänger' müssen stabilisiert werden, damit sie ihre Erwerbstätigkeit behalten. Der Ausstieg könne für Sie zu erheblichen finanziellen Einbußen führen - auch bei der Rente." Wie sich ein Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellen kann, machte Helmut Wallrafen-Dreisow als Geschäftsführer der städtischen Sozial-Holding GmbH deutlich. Während die Zahl der Pflegebedürftigen weiter steigt, sei schon jetzt ein Fachkräftemangel erkennbar, dem alleine mit der Nachwuchsausbildung nicht beizukommen ist. Wallrafen-Dreisow: „Demografiesensible und lebenslauforientierte Personalpolitik wird deshalb zum Muss für Arbeitgeber in der Pflegebranche.“ Ein Ziel müsse es sein, die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter über den gesamten Erwerbsverlauf hinweg zu erhalten und sie in allen Phasen ihres Berufslebens passgenau zu unterstützen. Dazu hat die Sozial-Holding einen wissenschaftlich fundierten Demografiebericht erstellt, der Altersstruktur, Fluktuation, Arbeitsunfähigkeit und Weiterbildungsbeteiligung analysiert. Die betriebliche Gesundheitsförderung – vom täglichen Apfel bis zum Sport am Arbeitsplatz - wurde ausgebaut, Weiterbildungsangebote und Arbeitszeitmodelle noch gründlicher auf die Bedürfnisse der Beschäftigten aller Alters- und Qualifikationsstufen abgestimmt. Wallrafen-Dreisow: „Ich empfehle Unternehmen, sich auf allen betrieblichen Ebenen mit dem Thema Altern zu beschäftigen, sich auch extern beraten zu lassen und den Erfahrungsaustausch mit anderen Betrieben zur suchen. Veranstaltungen wie das IHK-Forum bieten dazu eine gute Gelegenheit.“



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