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Presse

27.11.2008: Bildungs-GmbH: Agentur für Arbeit Mönchengladbach finanziert Qualifizierung zur Demenzassistenz

Was mit dem Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung angestoßen wurde, erhält jetzt ein konkretes Gesicht in der Bildungs-GmbH der Stadt Mönchengladbach. Hier werden ab 1. Dezember 2008 50 arbeitslose Frauen und Männer zur Demenzassistentin und zum Demenzassistent qualifiziert; komplett finanziert von der Agentur für Arbeit Mönchengladbach.

Manchmal sind es scheinbar kleine Dinge, die eine große Wirkung entfalten können. Ein Buch vorlesen, beim Backen eines Kuchens helfen, gemeinsam im Park spazieren gehen. Für Männer und Frauen, die an Demenz leiden, sind solche Gesten und Hilfen von unschätzbarem Wert. Sie nehmen wieder mehr Anteil am Leben, kommen raus aus ihrer Isolation. "Für uns ist diese Qualifizierung eine Chance, dass wir Menschen mit Demenz zusätzliche Angebote machen können", sagte Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH. Doris Schillings, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Mönchengladbach, sieht das Projekt ebenfalls sehr positiv: "Es ist eine Chance für geeignete arbeitslose Frauen und Männer wieder eine Stelle zu finden." Was mit dem Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung Ende Mai dieses Jahres angestoßen wurde, erhält jetzt ein konkretes Gesicht in der Bildungs-GmbH der Stadt Mönchengladbach. Hier werden ab 1. Dezember 2008 50 arbeitslose Frauen und Männer zur Demenzassistentin und zum Demenzassistent qualifiziert; komplett finanziert von der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Dieses Projekt stellten heute Helmut Wallrafen-Dreisow und Doris Schillings im Altenheim Eicken vor. 25 Plätze gibt es in Voll- und 25 Plätze in Teilzeit. In den 160 Stunden Theorie geht es dabei beispielsweise um das Erkennen von Gefahren und Notfallsituationen, um spezielle Gesprächstechniken, um Bewegungsförderung oder um Alterserkrankungen und Demenz. Als Voraussetzungen mussten die ausgewählten Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen Hauptschulabschluss, Lebens- und Betreuungserfahrung, gute Deutschkenntnisse und, wenn möglich, einen Berufsabschluss mitbringen. Einfühlungsvermögen und eine positive Einstellung zu alten, behinderten und kranken Menschen sind ebenfalls sehr wichtig. "Wir machen aber noch eine Eignungsfeststellung", sagte Helmut Wallrafen-Dreisow, "damit wir sehen, ob die Teilnehmer und Teilnehmerinnen auch den Anforderungen gewachsen sind." Die künftigen Demenzassistenten und Demenzassistentinnen können in der stationären Altenhilfe, in der Kurzzeitpflege, in Wohngruppen und Wohngemeinschaften oder zu Hause bei den Betroffenen eingesetzt werden. Sie ersetzen aber nicht die ausgebildeten Fachkräfte in der Altenpflege, sondern sind zusätzliches Personal für die Betreuung. "Wir können das nicht mehr allein durch Ehrenamtliche leisten", sagte Wallrafen-Dreisow, "deshalb sind wir über die Finanzierung dieser Qualifikation durch die Arbeitsagentur Mönchengladbach sehr froh."



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