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Familienpflegezeit

Um berufstätigen Frauen und Männern die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erleichtern, hat der Bundestag das Familienpflegezeitgesetz verabschiedet, das am 01.01.2012 in Kraft getreten ist. Die Familienpflegezeit ist eine freiwillige und individuelle Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.

Beschäftigte, die eine Familienangehörige oder einen Familienangehörigen pflegen wollen, können ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren auf bis zu 15 Stunden  reduzieren. Das Gehalt reduziert sich dabei nur auf 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Ist die Pflegezeit beendet und die Beschäftigten arbeiten wieder in Vollzeit, bleibt das Gehalt bei 75 Prozent, bis der Vorschuss nachgearbeitet wurde. Während der Familienpflegezeit besteht ein besonderer Kündigungsschutz.

Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH hat als erstes Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland die Familienpflegezeit bereits zum 01.10.2010 eingeführt. In diesem Zusammenhang schloss die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH auch den bundesweit ersten Vertrag über eine Familienpflegezeit-Versicherung mit dem Finanzdienstleister Genworth Financial ab. Diese Versicherung schützt den Arbeitgeber vor Ausfällen, sollte eine Beschäftigte / ein Beschäftigter nach der Pflegezeit nicht wieder in seinen Beruf zurückkehren. Pflegende Beschäftigte können sich über eine eigene Familienpflegezeitversicherung oder über einen Gruppenversicherungsvertrag absichern.