Altenheime, Ausbildung, Weiterbildung

 
 
Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH

AKTUELLES
02.05.2008
Lesepaten im Altenheim: Schulprojekt arbeitet seit über einem Jahr erfolgreich Am Pixbusch

Als die ehemalige Kapelle im Haus 2 des städtischen Altenheims Am Pixbusch restauriert und in eine Bibliothek umgestaltet worden ist, entstand die Idee, Lesepaten für das Altenheim zu gewinnen. Das Nutzungskonzept für die neu eröffnete Bibliothek sah von Anfang an vor, dort einen Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt zu schaffen. Seit Januar 2007 läuft das Projekt „Lesepaten im Altenheim“, das die Sozial-Holding in Kooperation mit dem Gymnasium Odenkirchen durchführt, überaus erfolgreich.

Den Lehrern und Schülern war von Anfang an sehr daran gelegen, aktiv etwas für das Zusammenleben der Generationen zu tun. Derzeit besuchen 14 SchülerInnen des Gymnasiums Odenkirchen einmal wöchentlich die BewohnerInnen des Altenheims Am Pixbusch. Vor jedem Treffen findet eine kurze Besprechung mit einer Mitarbeiterin des Sozialen-Dienstes statt, um die SchülerInnen über die gesundheitliche und emotionale Situation der BewohnerInnen zu informieren. So wird gewährleistet, dass die SchülerInnen sich der Situation anpassen können und vorbereitet zu den alten Menschen gehen. Die Mitarbeiterin des Sozialen-Dienstes steht während des Besuches der SchülerInnen auch als Ansprechpartnerin und für eine Nachbereitung zur Verfügung. Da auf den von den SchülerInnen besuchten Wohnbereichen auch demenzkranke BewohnerInnen leben, sind die teilnehmenden Jugendlichen auf den Umgang mit Demenzkranken vorbereitet worden.

Die SchülerInnen und SeniorInnen gestalten ihre Zusammenkünfte weitgehend eigenständig. Ursprünglich war nur geplant, den alten Menschen vorzulesen. Die SchülerInnen stellten jedoch bei den ersten Treffen fest, dass oft andere Wünsche seitens der alten Menschen bestanden. Sie traten daraufhin an den Sozialen-Dienst des Altenheims mit eigenen Ideen zur Umgestaltung der Treffen heran. So konnte auf die Wünsche der SeniorInnen reagiert werden, was wesentlich zur positiven Entwicklung des Projektes beitrug. Die SchülerInnen treffen sich mittlerweile mit den alten Menschen nicht nur zum Vorlesen, sondern auch zum Unterhalten, Spielen oder Spazierengehen.

Von den gemeinsamen Aktivitäten, duch die sich stabile und intensive Beziehungen zwischen den SchülerInnen und den SeniorInnen entwickelt haben, profitieren beide Seitenn. Die BewohnerInnen des Altenheims können ihr Wissen und Ihre Erfahrungen an die SchülerInnen weitergeben und gleichzeitig die Lebenswelt der Jugendlichen kennen lernen. Die SchülerInnen haben ihrerseits die Möglichkeit, von der Erfahrung der alten Menschen zu profitieren. So ist ein reger Austausch zwischen den Generationen entstanden, der hilft Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen und ein besseres Verständnis der Generationen zu erreichen.

Nach den positiven Erfahrung im Projekt sollen die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Institutionen weiter ausgebaut werden. Angedacht sind bisher Besuche von BewohnerInnen des Altenheims im Geschichts- oder Deutschunterricht sowie die Unterstützung der Bibliothek des Altenheims bei der Einrichtung der Schülerbibliothek des Gymnasiums.

Um die Kontinuität des Projektes zu gewährleisten, werden für interessierte SchülerInnen Schnuppernachmittag angeboten. So haben Interessenten zunächst die Gelegenheit, ein Engagement im Projekt Lesepaten im Altenheim auszuprobieren, ohne eine feste Verpflichtung einzugehen.

 
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