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Pressemitteilungen

20.03.2017: Gute Jobs - gute Pflege: Sozial-Holding setzt sich in Berlin für bessere Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege ein

Bei einer Tagung unter dem Titel „Gute Jobs. Gute Pflege“ mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe hat das Demographie-Netzwerk (ddn) am 20. März in Berlin ihre Empfehlungen für ein erfolgreiche Personalpolitik in der Langzeitpflege präsentiert und zur Diskussion gestellt. Auf dem Podium mit dabei war Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach. Wallrafen gehörte zum Experten-Team, das die „14 Schlüsselfaktoren erfolgreicher Personalarbeit in der Langzeitpflege“ formuliert hat. Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Pflege zu gewinnen, ihnen eine berufliche Perspektive mit vernünftigem Einkommen zu geben und sie trotz der hohen Belastungen langfristig zu halten: Dies ist vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und dem wachsenden Fachkräftemangel in der Pflege eine der zentralen Aufgaben für Arbeitgeber und Politik. Dabei ist die Langzeitpflege schon heute einer der wichtigsten Jobmotoren auf dem Arbeitsmarkt: Jede sechste Stelle, die neu geschaffen wird, entsteht im Bereich Pflege und Soziales. Keine andere Branche schafft in absoluten Zahlen mehr Jobs. Und ein Ende der Entwicklung ist nicht abzusehen: Bis zum Jahr 2030 fehlen in Deutschland rund 500.000 Fachkräfte in der Langzeitpflege. „Um die wachsende Zahl Pflegebedürftiger Menschen in Zukunft gut versorgen zu können, müssen wir heute aktiv werden. Denn schon jetzt sind rund 20 Prozent der Einwohner Mönchengladbachs älter als 65 Jahre - und rund 17 Prozent der Beschäftigten in unserer Stadt arbeiten bereits im Sozial- und Gesundheitssektor. Dass die Schere zwischen dem Bedarf an Pflegepersonal und den Menschen, die Unterstützung benötigen in den nächsten Jahren weiter auseinandergehen wird, gilt als sicher. Um weiter und mehr geeignete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Langzeitpflege zu gewinnen muss nach der Einschätzung des Demographie-Netzwerks „auf Führungsetagen und in Personalabteilungen der Träger von Pflegeeinrichtungen der Schalter umgelegt werden“. Das Ziel, die ambulante wie stationäre Langzeitpflege zu einem für Frauen und Männer attraktiven Berufsfeld mit Aufstiegschancen und verlässlichen Arbeitsbedingungen zu machen, ließe sich nur dann erreichen, wenn der Personalarbeit deutlich mehr Aufmerksamkeit als bislang bekommt. „Die Langzeitpflege muss sich zu einem Arbeitsfeld entwickeln, in dem sich die mit der Berufswahl verbundenen Werthaltungen und Anliegen auch verwirklichen lassen. Für die Zufriedenheit und den Verbleib am Arbeitsplatz sind viele Einflussfaktoren ausschlaggebend: anspruchsvolle Entwicklungs-, Einfluss- und Lernmöglichkeiten, gute soziale Beziehungen, angemessene Anforderungsprofile und ein Einkommen, das nicht nur existenzsichernd ist, sondern auch in einem als gerecht empfundenen Verhältnis zur eigenen Leistung steht“, formuliert die Arbeitsgruppe, der Helmut Wallrafen angehörte.

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