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08.11.2016: Ehrenamtsfeier 2016

Ehrenamtsfeier 2016<br>

Es muss ein schwieriger Schritt sein, in ein Altenheim zu ziehen, weil die eigene Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist. Auch für Angehörige ist es schwer, einlanges Leben so enden zu sehen ... und dann stehen BewohnerInnen eines Altenheims - manche mit Hilfe, andere blind - mit einem eigenen Bühnenstück, das sie mit Studierenden entwickelt und geprobt haben, auf einer Bühne im TiG in Eicken und begeistern ein Publikum, weil sie zeigen, dass das Leben im Altenheim nicht nur Abschied, sondern auch viel Spaß und Neues bieten kann!

So standen am 30. Oktober Bewohnerinnen und Bewohner, haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen zusammen und nahmen den tosenden Applaus des Publikums entgegen. Was für ein eindrucksvolles Bild nach einem außergewöhnlichen Abend!

Aber eigentlich drückt dieses Bild auch aus, ws den ganz normalen Alltag in allen städtischen Altenheimen ausmacht: In allen Häusern arbeiten haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen eng zusammen, um mit und für die BewohnerInnen das Leben, das Leid und das Lachen im Alltag gemeinsam zu gestalten.

Am 20. Oktober waren die über 130 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen eingeladen, die sich täglich in unseren Häusern engagieren, dazu stellvertretend für alle hauptamtlichen MitarbeiterInnen auch die Leitungen der Sozialen Dienste und Einrichtungen, um auf der jährlichen Ehrenamtsfeier den Dank und Applaus für das gemeinsam Geleistete entgegen zu nehmen. Nicht zuletzt durch den Einsatz und die Talente der vielen Ehrenamtlichen ist es möglich, das Leben im Altenheim für die BewohnerInnen bunt und abwechslungsreich zu gestalten: Singkreise, Sportangebote, Gottesdienste und Feste organisieren und gemeinsam feiern; Ausflüge ermöglichen, Bingo oder Spiele, Kegelturniere und nicht zuletzt einfach Zeit für Gespräche und Austausch. All das wäre ohne das verlässliche Engagement der vielen Ehrenamtlichen kaum möglich.

Dafür sagen wir Danke!

Altenpflege ist so viel mehr als die körperlich-pflegerische Versorgung alter Menschen. Auch im Alter definiert sich Lebensqualität an guten Beziehungen und Kontakten zu Freunden und Familie, Teilhabe an Festen und Feiern, seine Interessen und Traditionen pflegen und den eigenen Glauben leben zu können und auch immer wieder Neues zu entdecken.

Dem hat auch der Gesetzgeber mit dem Pflegestärkungsgesetz (PSG) II Rechnung getragen und hat die neuen Begutachtungsregeln zur Einstufung der Pflegebefürftigkeit von der rein körperlich-pflegerischen Perspektive der Pflegestufen auf die neuen Pflegegrade entsprechend erweitert, wie Tanja Manten, Pflegedienstleiterin des Altenheims Lürrip, in einem kurzen Vortrag erläuterte. Daraus erwächst auch ein deutlich formulierter Auftrag für die Arbeit mit den alten Menschen im Altenheim. Ein Auftrag, der nur gemeinsam - Hand in Hand - durch alle Beteiligten in den Wohnbereichen, d. h. Pflegefachkräfte, Alltags- und Betreuungsassistenten, Angehörige und Ehrenamtliche erfüllt werden kann.

Eine solche enge Zusammenarbeit muss organisiert werden, braucht Absprache und ist nicht immer frei von Konflikten.

Daher haben es sich die Studierenden der Hochschule Niederrhein in diesem Semester zur Aufgabe gemacht zu untersuchen, ob und wenn ja, wo Verbesserungspotenziale in der Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zu finden sind. Bereits seit 2013 begleiten und bereichern Studierende des Fachgebietes Hospitality Management die Ehrenamtlichenarbeit der Altenheime GmbH im Rahmen eines interdisziplinären Langzeitprojektes unter Leitung von Frau Prof. Angelika Sennlaub. Auch dafür bedanken wir uns sehr.

Bei aller inhaltlichen Auseinandersetzung mit der ehrenamtlichen Arbeit, sollte an diesem Abend aber auch das Feiern nicht zu kurz kommen. Beim mittlerweile traditionellen Zwiebel- und Lauchkuchenessen blieb auch genug Zeit zum Klönen und - auch das ist mittlerweile Tadition - wurde gemeinsam ein Lied geschmettert.

Ja, so ein Tag, so wunderschön wie heute ...

Vielen Dank!

Bernhild Birkenbeil
Fachbereichsleiterin Altenheime GmbH



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