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Aktuelles

22.04.2009: Bundesbeauftragter für den Zivildienst zu Gast in Rheindahlen

Der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, war am 20.04.2009 ins Städtische Altenheim Rheindahlen gekommen, um sich vor Ort ein Bild der Zivis und ihrer Einsatzstellen zu machen.

Über einen besonderen Gast durften sich die Zivildienstleistenden der Sozial-Holding freuen. Der Bundesbeauftragte für den Zivildienst, Dr. Jens Kreuter, war aus Bonn ins Städtische Altenheim Rheindahlen gekommen, um sich vor Ort ein Bild der Zivis und ihrer Einsatzstellen zu machen. „Der Zivildienst ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Mittlerweile engagieren sich jährlich 95.000 junge Männer in sozialen Einrichtungen in der ganzen Bundesrepublik“, erklärte Dr. Jens Kreuter zu Beginn seines Besuches. In einem sehr offenen Gespräch, an dem auch die Regionalbetreuerin Martina Lux, Maja Derks als Vertreterin der Einrichtungsleiterinnen, Frank Höfers von den Ambulanten Diensten, Personalleiter Jürgen Schmitz und der Geschäftsführer Helmut Wallrafen-Dreisow teilnahmen, erzählten die Zivis von ihrem Arbeitsalltag. Da die Sozial-Holding in vier Bereichen Zivis beschäftigt – Hausmeisterdienste in den Altenheimen, Ambulante Dienste, Verwaltungsarbeit in den Altenheimen und Alltagsassistenz –waren die Ausführungen sehr unterschiedlich. Die meisten beurteilten ihre Arbeit als sehr abwechslungsreich. Der Bundesbeauftragte interessierte sich auch dafür, wie die Zivis auf die Idee kamen, ihren Zivildienst in der Sozial-Holding zu absolvieren. Gute Erfahrung älterer Brüder oder Freunde war der häufigste Grund, den die jungen Männer nannten. „Das spricht für das Unternehmen“, bilanzierte Dr. Jens Kreuter. Kritische Töne gab es für den Bereich „Zivildienstschulungen“, die außerhalb der Sozial-Holding stattfinden. Wichtige Themen könne man innerhalb weniger Tage besprechen, dafür müsse man nicht an einer dreiwöchigen Schulung teilnehmen, war die einstimmige Meinung der mehr als 30 teilnehmenden Zivis. Dabei merkten besonders die „Pflegezivis“ an, dass es für sie sinnvoller sei, in der Einrichtung, in der sie eingesetzt sind, geschult zu werden. Unverständnis äußerten die Zivis außerdem über die Tatsache, dass es nicht möglich ist, den Zivildienst freiwillig von neun auf zwölf Monate zu verlängern, um die Phase zwischen Zivildienst und Studium zu überbrücken. Bei der Bundeswehr ist dies bereits möglich. „Leider gibt es dafür noch keine Mehrheit im Bundestag, aber in einigen Jahren soll das möglich sein“, sagte Dr. Jens Kreuter, der sich nach mehr als zwei Stunden für die angeregten Diskussionen bedankte und den Zivis viel Erfolg für ihre weitere Lebensplanung wünschte.



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