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Pressemitteilungen

16.06.2015: Deutscher Unternehmenspreis Gesundheit für Sozial-Holding
Tochterunternehmen der Stadt Mönchengladbach wurde in Berlin für vorbildliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet

Deutscher Unternehmenspreis Gesundheit für Sozial-Holding<br>Tochterunternehmen der Stadt Mönchengladbach wurde in Berlin für vorbildliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet

Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH zeigt, wie man den Entwicklungen in der Pflegebranche gesundheitsförderlich begegnen kann.
Dafür hat das Tochterunternehmen der Stadt jetzt den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit in der Kategorie Gesundheits- und Sozialwesen erhalten. Personalleiter Jürgen Schmitz und Claudia Becke, Assistentin der Geschäftsführung, haben den vom BKK Dachverband e.V. ausgelobten Preis am 11. Juni in Berlin entgegengenommen.
 
Die Auszeichnung erhalten Unternehmen und Organisationen mit einem vorbildlichen Gesundheitsmanagement. „Nach ökonomischen Grundsätzen zu handeln und sozial zu denken, schließen sich nicht aus. Den Beweis liefert die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach jeden Tag. So können die Mitarbeiter jene Wertschätzung, die sie selbst erfahren, glaubhaft nach außen tragen“, begründete Jury-Mitglied Siegfried Gänsler, vom Vorstand der Schwenninger Krankenkasse, die Entscheidung des Auswahlgremiums.
 
Bei der Sozial-Holding arbeiten rund 850 Beschäftigte unter anderem in den sieben städtischen Altenheimen. Angeboten werden voll- und teilstationäre Pflege, Tages- und Kurzzeitpflege sowie Beratungen für ältere Menschen. Wirtschaftlichkeit und soziales Handeln stehen hier nicht im Widerspruch. Über die Anbindung der Gesundheitsmanagement-Expertin als Stabstelle und die Benennung von Gesundheitsbeauftragten an den verschiedenen Standorten wurde der Weg zu einem nachhaltigen Gesundheitsmanagement im Unternehmen geebnet.
 
Mit seinem umfassenden Gesundheitskonzept „Wertschätzen und Vorausschauen“ unterstreicht das Unternehmen seine in dieser Branche nicht selbstverständliche mitarbeiterorientierte Gesundheitsstrategie.
Dabei werden folgende Themenfelder berücksichtigt: Betriebliche Gesundheitsförderung, Bewusstseins- und Einstellungswandel, Rekrutierung neuer Mitarbeiter, Qualifikations- und Kompetenzentwicklung, Laufbahngestaltung, Arbeitszeitgestaltung und Arbeitsorganisation sowie Work-Life-Balance. Dienstvereinbarungen regeln die Zusammenarbeit.
 
Zudem widmet sich die Sozial-Holding mit dem geförderten Projekt „Netzwerk Pflegend Beschäftigte“ dem zukunftsträchtigen Bereich der Pflege von Angehörigen. Persönliche Ansprechpartner, die bei Finanzierungsfragen helfen und Dienstleistungsangebote vermitteln, stehen nicht nur den Klienten sondern auch den Beschäftigten helfend zur Seite. Flächendeckend und regelmäßig werden die Gesundheitsrisiken und -ressourcen in der Altenpflege analysiert und durch externe Mitarbeiterberatungen in allen Lebenslagen, auch bei psychischen Belastungen erweitert. Fehlzeiten konnten dadurch deutlich reduziert werden.
 
"Fast alle jammern über die hohen Belastungen und schlechten Rahmenbedingungen in der Pflege. Wir zeigen mit unseren Konzepten für die Gesundheitsförderung der Beschäftigten, dass es auch anders gehen kann. Wertschätzung und vorausschauendes, ganzheitliches Gesundheitsmanagement hat nichts mit Mehrkosten zu tun. Auf Dauer profitieren die Mitarbeiter, der Arbeitgeber und die Kunden von der Umsetzung“, betont Helmut Wallrafen, Geschäftsführer der Sozial-Holding.
 
Beispiele aus der Praxis der Gesundheitsförderung
 
Unter dem Slogan "Gesund und fit, wir machen mit!" wird die betriebliche Gesundheitsförderung der Sozial-Holding systematisch und ganzheitlich betrieben. Der "gesunde Apfel" ist das Symbol der Gesundheitsförderung im Unternehmen. Er erinnert die Beschäftigten täglich daran, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Täglich steht jedem kostenlos ein Apfel sowie Mineralwasser zur Verfügung.
 
Flyer, Plakate und regelmäßige Gesundheits-Infos im Intranet informieren über bevorstehende Aktionen. Ansprechpartner sind die Gesundheitsmanagerin des Unternehmens und Gesundheitsbeauftragten in den Einrichtungen. Gesteuert wird die Gesundheitsförderung vom betriebsinternen Lenkungsausschuss Gesundheit. Die Beschäftigten gestalten die Prozesse durch Arbeitssituationsanalysen, alle zwei Jahre stattfindende Mitarbeiterbefragungen und das betriebliche Vorschlagwesen aktiv mit.
 
Die Förderung der Gesundheit wird bei der Sozial-Holding in verschiedenen Handlungsfeldern (Bewegung, Ernährung, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Work-Life-Balance) vorangetrieben.
 
Fitnessräume und Power Plate: Alle Einrichtungen verfügen über einen Fitnessraum mit verschiedenen Kraftgeräten und einer Power Plate für Kräftigungs-, Koordination- und Beweglichkeitsübungen, die während der Dienstzeit genutzt werden können.
 
Massageliege: In jeder Einrichtung befindet sich eine Massageliege, die durch unterschiedlich programmierbare Massageeinstellungen den individuellen Bedürfnissen gerecht wird.
 
Massage am Arbeitsplatz: Ein- bis zweimal pro Monat haben die Beschäftigten die Möglichkeit im Sinne der Integrativen OrthoPraktik® zu entspannen und sich hinsichtlich gesundheitlicher Problematiken individuell beraten zu lassen.
 
Gesundheitstage: Bei den Gesundheitstagen werden die Beschäftigten an verschiedenen Stationen individuell zu Themen wie Ernährung, Rückengesundheit, Stressbelastungen und Gesundheitswerte beraten.
 
Rentengespräche: Rente und Vorsorge für das Alter sind wichtige Themen für die Belegschaft. Diesen Bedarf befriedigt das Unternehmen durch Informationsveranstaltungen, individuelle Beratungsgespräche sowie ein persönliches Gespräch mit dem Geschäftsführer bei Renteneintritt.
 
Psychologische Beratung: Die externe Beratungsstelle EAP-Assist GmbH kann bei psychischen Belastungen von Beschäftigten und deren Angehörigen kostenlos genutzt werden. Durch die Kooperation wird innerhalb von zwei Wochen ein Termin garantiert.
 
Arbeitssituationsanalysen PLuS: Im Rahmen der Arbeitssituationsanalysen (PLuS steht für Probleme, Lösungen und Strategien) werden die Zufriedenheits- und Belastungsfaktoren der täglichen Arbeit erfasst und gemeinsam mit den Beschäftigten Verbesserungsvorschläge entwickelt.
 
Weiter- und Fortbildungsangebote: Durch verschiedene Fortbildungen wie bspw. „Kinästhetik“ und „Rückengerechtes Arbeiten – Begleitung vor Ort“ wird die Qualifikation der Beschäftigten erhalten und erhöht sowie deren Gesundheitsbewusstsein gestärkt.
 
Wiedereinstiegsprogramme: Die Sozial-Holding nimmt an einem Kontakthalte- und Wiedereinstiegsprogramm im Rahmen des EU-Projektes „PFiF! Potenziale von Frauen in Führung“ teil. Dabei wird erarbeitet, wie der Kontakt zu Mitarbeiterinnen während der familienbedingten Auszeit aufrecht erhalten werden kann, welche Angebote man ihnen in dieser Zeit machen kann und wie ein möglichst flexibler Wiedereinstieg möglich ist.



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