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Pressemitteilungen

18.05.2015: Jugend in Arbeit: Mönchengladbach bei der Vermittlung Spitze in NRW

Jugend in Arbeit: Mönchengladbach bei der Vermittlung Spitze in NRW
Staatssekretär Dr. Wilhelm Schäffer (l.), Norbert Post MdL und Susanne Hammer, Geschäftsleiterin der Bildungs-GmbH, stellten das Programm Jugend in Arbeit plus vor.

Manch junger Mensch im Alter zwischen 18 und 25 Jahren hat Probleme den Einstieg in den Beruf zu finden. Schlechte Schulzeugnisse, Ärger in der Familie oder mit Behörden, finanzielle und gesundheitliche Probleme: Solche Hindernisse können für den Absprung in Job oder Ausbildung zur unüberwindlichen Hürde werden.

Das Landesprogramm Jugend in Arbeit plus leistet hier durch persönliche Beratung und Unterstützung Hilfe. „Rund 120.000 Jugendliche mit schweren Vermittlungshemmnissen oder Unterstützungsbedarf haben das Programm in den vergangenen 18 Jahren durchlaufen. Dabei konnten 41.000 erfolgreich in eine Ausbildung oder Beschäftigung vermittelt werden“, berichtet Dr. Wilhelm Schäffer, Staatssekretär des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.

Er besuchte am Wochenende die Bildungs-GmbH der Stadt Mönchengladbach, weil das Coaching der Jugendlichen hier besonders gut funktioniert. Die Vermittlungsquoten in Mönchengladbach lagen in den vergangenen Jahren deutlich über dem Landesdurchschnitt. Und im vergangenen Jahr erzielte das Tochterunternehmen der Sozial-Holding mit über 70 Prozent sogar das beste Ergebnis aller Kommunen im Land. Susanne Hammer, die das Programm als Geschäftsleiterin der Bildungs-GmbH koordiniert, führt den Erfolg auf die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten zurück: „Jugendamt, Agentur für Arbeit, Jobcenter, IHK und Kreishandwerkerschaft sowie die Regionalagentur Mittlerer Niederrhein ziehen an einem Strang. Und die Unternehmen haben über die Jahre Vertrauen in unsere Arbeit gefasst.“

Dies liegt auch daran, dass die jungen Arbeitssuchenden über ein Dreivierteljahr intensiv begleitet werden. „Auch nach Antritt einer Stelle stehen die Berater den Teilnehmern und den Arbeitgebern noch ein Jahr als Ansprechpartner zur Verfügung. So können aufkommende Probleme, mit denen vor allem junge Alleinerziehende häufig zu kämpfen haben, partnerschaftlich gelöst werden“, so Hammer weiter.

Und so funktioniert Jugend in Arbeit plus: Jugendliche, die trotz ausreichender Motivation keine Stelle finden, werden von den Arbeitsvermittlern für das Programm vorgeschlagen. Bei der Bildungs-GmbH werden mit den freiwilligen Teilnehmern die Bewerbungsunterlagen optimiert, die beruflichen Ziele und Chancen ausgelotet und nach Lösungen für die oft vorhandenen privaten Probleme gesucht. Bei der Stellensuche kommen dann die Fachberater der Kammern ins Spiel: Die Kreishandwerkerschaft nutzt den engen Kontakt zu Handwerksbetrieben in der Stadt und der Region. Und auch bei der IHK Mittlerer Niederrhein ist es gelungen, eine Vielzahl größerer Unternehmen aus Mönchengladbach und Umgebung für das Programm zu interessieren.

Für Norbert Post MdL, Aufsichtsratsvorsitzender der Sozial-Holding, sind die gute Kooperation und das persönliche Engagement Schlüssel zum Erfolg: „Die hervorragende Vermittlungsquote zeigt: Wenn alle Stellen gut zusammenarbeiten und die persönliche Beratung hinzukommt, können auch junge Menschen eine Chance erhalten, die von manchem schon abgeschrieben waren oder selbst die Hoffnung auf einen Arbeitsplatz aufgegeben hatten.“

Dies zeigen die Beispiele aus der Praxis: Wie das des jungen Anlagenmechanikers, der nach einer für ihn sehr unerfreulichen Ausbildung und einem frustrierenden ersten Arbeitsverhältnis den Spaß an seinem Beruf und den Glauben an seine Fähigkeiten fast verloren hatte. Durch das Verhandlungsgeschick des Beraters der Kreishandwerkerschaft konnte er in einen Betrieb vermittelt werden, der bereit war, seine fachlichen Defizite durch Training im Job auszugleichen. Oder das der alleinerziehenden Bäckerin, die mit Hilfe von Jugend in Arbeit einen verständnisvollen Betrieb gefunden hat, der sie mit flexiblen Arbeitszeiten in der Backstube oder im Verkauf einsetzt. Unter den Teilnehmern des Programms finden sich auch zahlreiche Jugendliche mit Migrationshintergrund, die in Praktika beweisen konnten, dass sie nicht nur wirklich perfekt deutsch sprechen, sondern auch ausgesprochen teamfähig sind. Hinzu kommen viele junge Menschen, die sich in der Schule deutlich unter Wert verkauft haben, und nun im Handwerk oder in Industrieunternehmen eine Chance erhalten.



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