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Pressemitteilungen

08.04.2015: Sozial-Holding betreibt Klimaschutz mit System

Sozial-Holding betreibt Klimaschutz mit System

Dass die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH als Vorzeigeunternehmen im Pflegebereich und innovativer Arbeitgeber gilt, hat sich inzwischen auch durch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen herumgesprochen. Weniger bekannt: Seit einigen Jahren verfolgt die städtische Tochtergesellschaft, die unter anderem sieben Altenpflegeheime betreibt, systematischen Klimaschutz.

„Der Anteil der Energiekosten an den Gesamtkosten im Unternehmen betrug beim Start unseres Projektes 2011 zwar ‚nur‘ 3,6 Prozent. Doch als städtisches Unternehmen wollten wir auch im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz eine Vorbildfunktion übernehmen. Gleichzeitig haben wir nach Möglichkeiten gesucht, dem für jeden Betrieb spürbaren Anstieg der Energiekosten entgegenzuwirken“, berichtet Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding.

Für das Unternehmen hat sich dieses Engagement zur Erfolgsgeschichte entwickelt: Schon durch die Teilnahme am Energieeffizienz-Netzwerk Niederrhein, das von 2011 bis 2014 vom Bund anteilig gefördert wurde und den Mitgliedsunternehmen Experten an die Seite stellte, konnten 15 Maßnahmen mit einem Einsparvolumen von 33.000 Euro und 152 Tonnen CO2 pro Jahr entdeckt werden. Die durchschnittliche Amortisationszeit der Investitionen betrug dabei vier Jahre.

Abwärme heizt Spülwasser auf

Zwei Beispiele: Die Abwärme der Kälteanlagen der Zentralküche wird heute genutzt, um das Wasser für die Spülstraße von 10 auf 60 Grad Celsius zu erwärmen. Die Umrüstung hat rund 20.000 Euro gekostet und spart 5.000 Euro pro Jahr. Auch in den Altenpflegeheimen setzt die Sozial-Holding auf Wärmerückgewinnung: So wurde die Lüftungsanlage eines Wohntrakts nachträglich mit einer System nachgerüstet, das die Wärme der Abluft die relativ kalte Außenluft vorwärmt. Dies spart bei einer Investition von 34.000 Euro jährlich 10.000 bis 15.000 Euro.

Vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger

Unabhängig von der Teilnahme am Energieeffizienz-Netzwerk Niederrhein hat die Sozial-Holding den Entschluss gefasst, sich vom Energieverbraucher zum Energieerzeuger zu entwickeln. So wandeln Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern der Altenheime Eicken, Odenkirchen, Windberg und Rheindahlen seit 2011 Sonnenlicht in Strom um. Die Anlagen haben eine Nennleistung von insgesamt 3,6 Megawatt. Und im Keller des Altenheims an der Thüringer ist seit 2013 ein gasbefeuertes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer elektrischen Leistung von 50 kW (thermisch 80 kW) in Betrieb, das schon im ersten Jahr einen Gewinn von 22.500 Euro erzielt hat. Inzwischen ist auch zweite Altenheim mit einem BHKW ausgestattet, die dritte Anlage soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen.



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