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Pressemitteilungen

21.07.2014: Staatssekretärin: Eines der innovativsten Unternehmen im Pflegesektor

Staatssekretärin: Eines der innovativsten Unternehmen im Pflegesektor
Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache (m.) und Geschäftsführer Helmut Wallrafen-Dreisow schauen in der Zentralküche der Sozial-Holding ein Mitarbeiterin über die Schulter, die Finger-Food für Demenzkranke zubereitet.

Für Martina Hoffmann-Badache, Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA), gehört die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH zu den innovativsten Unternehmen im Pflegesektor. Das machte die Rheinländerin deutlich, als sie jetzt (16. Juli) die städtische Tochtergesellschaft besuchte, um sich über den Verlauf und die Ergebnisse von Projekten zu informieren, die von ihrem Ministerium gefördert werden. Auf dem Programm standen unter anderem Gespräche über die Projekte „Älter werden im Quartier Eicken“ und „Netzwerk pflegend Beschäftigte“. In der Cook & Chill Zentralküche der Sozial-Holding konnte die Staatssekretärin außerdem sehen, wie Finger Food und Smooth Food als unterstützenden Ernährungsansatz für Menschen mit Demenz eingesetzt wird.

„Die altengerechte Quartiersentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe - für das Land, die Kommunen, aber auch für alle handelnden Akteurinnen und Akteure vor Ort wie beispielsweise Einrichtungen, Verbände, Vereine, die Bürgerinnen und Bürger. Überall in NRW machen sich Städte, Gemeinden und Kommunen auf den Weg, ihre Wohnquartiere altengerecht weiterzuentwickeln“, erklärte Staatssekretärin Hoffmann-Badache.

Im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken, wo auf drei Quadratkilometern rund 3.500 Menschen leben, die 60 Jahre oder älter sind, hat die Sozial-Holding gemeinsam mit dem Rheinischen Einzelhandels- und Dienstleistungsverband (REHDV), dem Verein Aktive Senioren e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) sechs Monate lang mit Bürgern, Vereinen, Dienstleistern und Geschäftsleuten Ideen zur Verbesserung der Lebenssituation älterer Menschen im Quartier gesammelt und diskutiert. Daraus ist eine Reihe von maßgeschneiderten Angeboten entstanden, die inzwischen realisiert sind und den Alltag der Senioren vor Ort erleichtern.

Dazu zählt ein Quartiersbüro an der Thüringer Straße 32, in dem mittwochs von neun bis zwölf Uhr über spezielle Angebote für ältere Menschen Angebote im Stadtteil informiert wird. Außerdem ist das „Eickener Seniorenblättchen“ mit Informationen, Angeboten und Neuigkeiten aus dem Quartier an den Start gegangen. Es erscheint monatlich und liegt in Geschäften, bei Ärzten und Geldinstituten kostenlos aus. Schließlich rollt seit Juli  – zunächst für sechs Monate probeweise – der Eickener Quartiersbus. Das Servicemobil für maximal sieben Fahrgäste fährt Seniorinnen und Senioren auf Wunsch an festgelegten Terminen mittwochs oder freitags etwa in den Supermarkt, auf den Wochenmarkt oder in die Stadtbibliothek. Wer mitfahren möchte, kann sich im Quartiersbüro anmelden.

Im Rahmen des Projektes haben sich die Händler zum Thema „generationenfreundliches Einkaufen“ beraten lassen. So bieten jetzt gleich zwei Supermärkte einen begleiteten Einkauf für ältere Kunden an.

Schließlich hat der Verein Aktive Senioren e.V. sein Angebot an Bewegungskursen für ältere Menschen als Ergebnis des Quartiersprojektes deutlich erweitert. Die Kurse finden in der „Muckibude“, einem seniorengerechten Fitnessraum im Städtischen Altenheim Eicken an der Thüringer Straße 30 statt.

„Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben - auch bei Pflege- und Unterstützungsbedarf. Es gibt große Resonanz auf unsere Hilfe zur Selbsthilfe für die Kommunen. Der Masterplan altengerechte Quartiere.NRW hilft den Kommunen bei der Entwicklung von jeweils für die individuelle Situation vor Ort passenden Konzepten. Auch hier in Mönchengladbach wird Beispielhaftes geleistet“, sagte die Staatssekretärin.

Dies gelte etwa auch für das Modellprojekt „Netzwerk pflegend Beschäftigte“, das zeigt, wie auch kleinere und mittlere Unternehmen Mitarbeiter unterstützen kann, den Balanceakt zwischen eigener Berufstätigkeit und Angehörigenpflege zu meistern. Oft reichen kleine Unterstützungsleistungen oder eine professionelle Beratung, um scheinbar unüberbrückbare Probleme zu lösen. 30 Unternehmen mit rund 11.500 Beschäftigten haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen.

Jüngstes Mitglied ist der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband, der eine Rahmenvereinbarung mit dem „Netzwerk pflegende Beschäftigte“ für seine Mitgliedsbetriebe abgeschlossen hat.

Auch sie können nun bei einem plötzlichen Pflegefall im Familienkreis nicht nur Beratung, sondern auch die Hilfe des Netzwerkes bei der Suche nach Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflegeangeboten in Anspruch nehmen.

Innovationen gibt es schließlich auch in der bereits mehrfach von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgezeichneten Cook&Chill Küche der Sozial-Holding. Hier werden täglich über 1.200 Mittagessen frisch zubereitet und an die Kunden ausgeliefert. Neu sind spezielle Angebote, die auf demenzerkrankte Menschen zugeschnitten sind, wie Fingerfood und Smoothfood. Für Demenzkranke, die das Essen leicht vergessen und durch ihren Bewegungsdrang einen hohen Kalorienbedarf haben, sind kleine Häppchen oder passierte „Smoothies“ eine gute und jederzeit greifbare Lösung.



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