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Pressemitteilungen

15.05.2014: Projekt „Älter werden im Quartier Eicken“ ist abgeschlossen

Projekt „Älter werden im Quartier Eicken“ ist abgeschlossen
v. l. n. r.: Jan Kaiser (Rheinischer Einzalhandels- und Dienstleistungsverband), Gunda Schneider (Verein aktive Senioren e. V.), Dr. Peter Achten (Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW), Margret Strucken-Jordan (Projektleiterin), Dr. Ulrich Spring

Um im Alter ein selbstbestimmtes Leben zu führen, reicht es nicht, die eigenen vier Wände anzupassen. Auch das Wohnumfeld und das soziale Netzwerk im Wohnquartier müssen auf die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen eingerichtet sein. Ein auf sechs Monate angelegtes Projekt im Stadtteil Eicken, das vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird, soll vorhandene Ansätze erfassen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern weiter ausbauen.

Hier leben auf drei Quadratkilometern rund 3.500 Menschen, die 60 Jahre oder älter sind. Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach, der Rheinische Einzelhandels- und Dienstleistungsverband (REHDV), der Verein Aktive Senioren e.V. und das Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik (ISST) haben für das Projekt unter anderem sechs öffentliche Veranstaltungen für Bürger, Dienstleister und Geschäftsleute in Eicken organisiert. Mit einer siebten und letzten Veranstaltung ging das Projekt „Älter werden im Quartier Eicken“ am Dienstagabend im vollbesetzten Theater im Gründungshaus an der Eickener Straße 88 zu Ende. Den Eickener Bürgern und Geschäftsleuten, die in den vergangenen Monaten aktiv an der Verbesserung der Lebenssituation für ältere Menschen mitgewirkt haben, konnten Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding, Projektleiterin Margret Strucken-Jordan, Dr. Peter Achten vom Einzelhandels- und Dienstleistungsverband und Dr. Ulrich Springer vom Fraunhofer-Institut gute Nachrichten präsentieren: Denn gleich drei Wünsche, die sich bei den Netzwerktreffen als vordringlich herausgestellt hatten, werden erfüllt: Bereits in dieser Woche wurde das neue Quartiersbüro für Eicken an der Thüringer Straße 32 eröffnet. Hier können sich Senioren immer mittwochs von 9 bis 12 Uhr von Margret Strucken-Jordan über die Angebote, die es speziell für ältere Menschen in Eicken gibt, informieren und beraten lassen. Das Quartiersbüro ist dann auch telefonisch unter der Rufnummer 02161/811 96 321 erreichbar. Die Sprechstunde ergänzt das Angebot des Vereins Aktive Senioren e.V., der bereits seit längerer Zeit immer dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr das Büro an gleicher Stelle besetzt hält. Seit wenigen Tagen ist auch das neue „Eickener Seniorenblättchen“ mit Informationen, Angeboten und Neuigkeiten aus dem Quartier auf dem Markt. Es soll in Zukunft monatlich erscheinen und in Geschäften, bei Ärzten und Geldinstituten kostenlos ausliegen. Mit der Herausgabe reagiert das Projekt auf die Erkenntnis, dass es im Stadtteil zwar bereits zahlreiche spezielle Angebote und Anlaufstellen für Senioren gibt, diese aber bei den Menschen oft nicht bekannt sind. Schließlich wird ab Juli – zunächst für sechs Monate probeweise – der Eickener Quartiersbus rollen. Das Servicemobil für maximal sieben Fahrgäste fährt Senioren auf Wunsch an festgelegten Terminen mittwochs oder freitags etwa in den Supermarkt, auf den Wochenmarkt oder in die Stadtbibliothek. Wer mitfahren möchte, muss sich spätestens eine Woche vorher im Quartiersbüro anmelden. Die genauen Termine stehen im Eickener Seniorenblättchen. Neben diesen neuen Angeboten gibt es angeregt durch das Projekt noch eine ganze Reihe weiterer Verbesserungen für Senioren: Zahlreiche Händler vor Ort haben sich bei den Experten des Einzelhandels- und Dienstleistungsverbandes Tipps zum Thema „Generationenfreundliches Einkaufen“ beraten lassen. So werden gleich zwei Supermärkte in Zukunft einen begleiteten Einkauf für ältere Kunden anbieten. Außerdem haben sie die Barrierefreiheit ihres Geschäftes von Stolperfallen auf dem Kundenparkplatz bis zur Schriftgröße der Preisschilder überprüft. Dr. Peter Achten: “Oft lassen sich im Einzelhandel schon mit kleinen Änderungen deutliche Verbesserungen erzielen, die nicht nur alten Menschen zu Gute kommen. Die Kunden sollten sich zum Beispiel darauf verlassen können, dass sie sicher und bequem einkaufen können, der Zugang barrierearm, der Boden rutschfest und das Geschäft gut ausgeleuchtet ist, mögliche Gefahrenstellen markiert, die Gänge breit und nicht verstellt, die Schilder gut lesbar sind.“ Schließlich bietet der Verein Aktive Senioren weitere Bewegungskurse im Fitnessraum des Städtischen Altenheims Eicken an der Thüringer Straße 30 an: Neben einer Seniorengymnastikgruppe (montags von 17:15 bis 18:30 Uhr) gibt es dienstags von 13 bis 14 Uhr und donnerstags von 17:30 bis 18 Uhr ein Training an seniorengerechten Fitnessgeräten. Informationen zur Anmeldung und zu den Kosten gibt der Verein dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr unter der Rufnummer 02161/206575.



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