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Presse

20.11.2012: Sozial-Holding beim Equal-Pay-Day-Forum in Düsseldorf: Lohnfindung in Gesundheitsberufen steht auf dem Prüfstand

Im Juni ist die bundesweite Equal-Pay-Day (EPD) Kampagne 2012 in Berlin gestartet, an der sich die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach als Schwerpunktpartner beteiligt. Beim EPD-Forum in Düsseldorf am 23. November, von 13 bis 18 Uhr, (Haroldstraße 2, Villa Horion, Veranstaltungsinformationen unter www.equalpayday.de) steht die Lohnfindung insbesondere für Frauen in Gesundheitsberufen auf dem Prüfstand.
Vortrag "Equal-Pay-Day" Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer

Im Juni ist die bundesweite Equal-Pay-Day (EPD) Kampagne 2012 in Berlin gestartet, an der sich die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach als Schwerpunktpartner beteiligt. Beim EPD-Forum in Düsseldorf am 23.November, von 13 bis 18 Uhr, (Haroldstraße 2, Villa Horion, Veranstaltungsinformationen unter www.equalpayday.de) steht die Lohnfindung insbesondere für Frauen in Gesundheitsberufen auf dem Prüfstand. Der EPD wird von den Business and Professional Women (BPW) Germany, eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen in Deutschland, initiiert und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, gefördert. „Die Wertschätzung der Beschäftigten in der Gesundheits- und Sozialbranche muss täglich spürbar werden, und sie fängt bei der Bezahlung an. Deshalb haben wir uns über die Einladung der Organisatorinnen gefreut, uns als kommunales Unternehmen, das für seine Beschäftigungspolitik bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, an der Kampagne zu beteiligten“, sagt Helmut Wallrafen-Dreisow. Der Geschäftsführer der Sozial-Holding ist einer der Referenten des Forums, das von Henrike von Platen, Präsidentin BPW Germany, eröffnet wird. Die Ökonomisierung der Pflege und was Frauen davon haben, steht im Zentrum des Vortrags von Michael Isfort, Professor an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen. Weitere Referenten sind Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes und Sabiene Ridder, Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe. Wallrafen-Dreisow: „Als Geschäftsführer eines kommunalen Unternehmens, das mit rund 850 vorwiegend weiblichen Beschäftigten unter anderem sechs städtische Altenheime betreibt, unterstütze ich die Forderungen nach fairer Bezahlung mit Nachdruck. Die Belastung der Beschäftigten im Pflegebereich verschärft sich zunehmend: Die Anforderungen steigen, die Zahl der Köpfe sinkt, der Mangel an Pflegefachkräften ist unübersehbar. Wenn dann immer weniger Träger bereit sind, Tariflöhne zu zahlen und Vollzeitstellen anzubieten, muss man sich doch allen Ernstes fragen, wo dringend benötigte Pflegekräfte herkommen und wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten oder gar fürs Alter vorsorgen sollen.“ Die Sozial-Holding wisse, dass sie jetzt und in Zukunft auf weibliche Beschäftigte angewiesen ist, die gut ausgebildet und engagiert, motiviert und zufrieden in einem hoch belastenden Berufsfeld arbeiten möchten. Denn während die Zahl der Pflegebedürftigen stetig steigt, nimmt die der Erwerbstätigen in der Pflege rapide ab. „Wir wissen, dass bereits ein Fünftel aller erwerbstätigen Frauen die Familienernährerinnen sind und ein existenzsicherndes Gehalt und eine angemessene Rente benötigen. Deshalb bezahlen wir die Fachkräfte in unseren Altenheimen seit Gründung des Unternehmens nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Unterschiedlichen Lohn für gleiche Arbeit gibt es bei der Sozial-Holding also nicht“, so Wallrafen-Dreisow weiter. Man wisse aber auch, dass dies nicht alles sein kann, um die Einkommenssituation für weibliche Beschäftigte zu verbessern und im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte konkurrenzfähig zu bleiben. Deshalb habe die Sozial-Holding ihre Personalpolitik in den vergangenen Jahren konsequent darauf ausgerichtet, die Entwicklungschancen und Rahmenbedingungen für Frauen im Unternehmen weiter zu optimieren. „Wir haben die berufliche Weiterbildung der Mitarbeiterinnen systematisch gefördert und so dafür gesorgt, dass aus so genannten Hilfskräften Fachkräfte mit staatlich anerkanntem Abschluss in der Altenpflege oder in der Hauswirtschaft und besserem Gehalt wurden. Wir haben dafür gesorgt, dass aus Fachkräften Führungskräfte wurden und so den Anteil von Frauen in Führungspositionen (mit über 75%)weit über den Branchendurchschnitt steigern können“, sagt der Geschäftsführer. Zugleich lege die Sozial-Holding Wert darauf, dass Auszubildende übernommen, Menschen mit Behinderung beschäftigt, Langzeitarbeitslose wieder eingegliedert und auch ältere Beschäftige eine faire Chance im Job und bei der Fort- und Weiterbildung bekommen. Um die Einkommenssituation der Mitarbeiter weiter zu verbessern, hat das Unternehmen 2010 allen Teilzeitbeschäftigten in der Pflege und in der Alltagsassistenz angeboten, ihre Arbeitszeit bis auf maximal 39 Wochenstunden aufzustocken. Um bei der Dienstplangestaltung flexibel zu sein, waren (wie in der Branche üblich) auch bei der Sozial-Holding seit Jahren keine Vollzeitstellen mehr besetzt worden. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und dank eines Poolstunden-Modells ist es gelungen, das Einkommen zahlreicher Mitarbeiterinnen zu verbessern ohne die notwendige Flexibilität einzubüßen. Zudem hat das kommunale Unternehmen, um den Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu erleichtern, als erstes Unternehmen in der Bundesrepublik Deutschland die Familienpflegezeit bereits zum Oktober 2010 eingeführt und kooperiert seit Mai 2012 mit einem psychologischen Beratungsinstitut, um den beschäftigten innerhalb von 14 Tagen unabhängige undfachliche Beratungsgespräche anbieten zu können.
 
Vortrag "Equal-Pay-Day" Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer



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