Navigation einblenden Navigation

Presse

04.11.2011: Sozial-Holding geht neue Wege in Sachen Energieeffizienz

Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach beschreitet neue Wege, um die Energiekosten im Konzern nachhaltig zu senken und so auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach beschreitet neue Wege, um die Energiekosten im Konzern nachhaltig zu senken und so auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Seit Anfang 2011 ist die Sozial-Holding Mitglied und einer der Gründer des Energieeffizienz-Netzwerkes Niederrhein, und das gleich mit zwei ihrer sechs Altenheime. In dem Netzwerk arbeiten 14 weitere, überwiegend Industrie-Unternehmen, Hand in Hand und werden u.a. begleitet von der Niederrheinischen Versorgung und Verkehr AG. Ziel des Netzwerkes ist die Steigerung der Energieeffizienz in den beteiligten Unternehmen – kurz: weniger Energieverbrauch, weniger Umweltbelastung, weniger Kosten! Unterstützung erfahren die Beteiligten durch das beratende Ingenieurbüro ÖKOTEC Energiemanagement GmbH sowie die Beratungsfirma ibucon. Für dieses Projekt-Engagement hat sich die Sozial-Holding Mönchengladbach ganz bewusst entschieden; hierzu Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozialholding: „Uns ist wichtig, bei dem Thema Energieeffizienz über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Wir wollen offen sein für neue Ideen, wir wollen gute Erfahrungen aus Industrie und Gewerbe prüfen und auch bei uns verwirklichen. Dabei geht es um ganz praktische Fragen: Was können wir lernen von Borussia Mönchengladbach, wenn es um Beleuchtung geht? Was können wir im Bereich Abwärme-Nutzung von Hydro Aluminium lernen? Aber auch wir sind mit unseren Erfahrungen ein wertvoller Ideengeber für andere Unternehmen.“ Dabei ist das Netzwerk Niederrhein eines von 30 Pilot-Netzwerken in Deutschland. Ein jedes Netzwerk arbeitet nach einem einheitlichen Standard und einer einheitlichen Methodik, benannt ®LEEN, was für Local Energy Efficiency Network steht. Die beratenden Ingenieure und Moderatoren der Netzwerke haben eine entsprechende Zertifizierung. Hierdurch wird sichergestellt, dass ein einheitlich hoher Qualitätsstandard gewährleistet wird und die Erkenntnis aus einer jeden Netzwerkarbeit auch in den jeweils anderen Netzwerken genutzt werden können. Die Arbeiten des Netzwerkes Niederrhein werden mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung wissenschaftlich begleitet. In einer ersten Phase der Arbeiten des Netzwerkes Niederrhein wurden wirtschaftlich tragfähige Effizienzpotentiale in den Unternehmen ermittelt. Dabei konzentriert sich das beratende Ingenieurbüro auf die sogenannten Querschnitts-Technologien in den Betrieben, u.a.: Kälte- und Klimatechnik, Druckluft, Wärmeerzeuger und Abwärmenutzung, elektrische Antriebe und Pumpentechnologien. Einsparpotentiale von zum Teil mehr als 20% konnten in einzelnen Unternehmen identifiziert werden – und dies bei Amortisationszeiten für die erforderlichen Investitionen von unter 3 Jahren. Bei jährlichen Energiekosten von nicht selten mehreren hunderttausend Euro und darüber hinaus eine schon bemerkenswerte Größenordnung. Die Teilnehmer am Energieeffizienz-Netzwerk Niederrhein haben sich im Oktober 2011 auf eine umfassende CO2- und Energiereduktion geeinigt: bis Ende 2013 sollen gemeinsam 9% des Energieverbrauchs reduziert werden; dies entspricht gleichzeitig einer gemeinsamen Verringerung des CO2- Ausstoßes um 9%. Einen gewichtigen Beitrag zur gemeinsamen Verbrauchsminimierung liefert dabei die Sozial-Holding: Auf der Basis der identifizierten Effizienzpotentialen werden bis Ende 2013 an jedem Standort über 20% Energieeinsparung erfolgen. Und neben der Installation von Blockheizkraftwerken ist die Sozial-Holding auch schon auf dem Feld der Nutzung erneuerbarer Energien aktiv: noch in diesem Jahr geht eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb; über 600.000 € wurden hierfür in die Hand genommen und die Anlage produziert mehr als 10% des jährlichen Energieverbrauchs. Nachdem nun das gemeinsame Netzwerkziel formuliert worden ist, geht es bis Ende 2013 an die Umsetzung. Bis dahin werden die Unternehmen die erforderlichen Investitionen tätigen und ggf. organisatorischen Änderungen durchführen, um das gesetzte Ziel zu erreichen – oder sogar zu übertreffen. Ein permanenter Erfahrungsaustausch untereinander und Expertenwissen auch aus anderen Netzwerken wird zudem sicherstellen, dass Umsetzungsprobleme in den Betrieben frühzeitig erkannt und behoben werden. Welch hohen Stellenwert die Netzwerkarbeit auch bei der Bunderegierung geniest, wurde im Rahmen der Klimaschutzkonferenz in Berlin Anfang Oktober deutlich. Jedes der 30 Pilot-Netzwerke wurde von einem Vertreter des Bundesumweltministerium geehrt. Für weitere Informationen sowie Anregungen steht der Abteilungsleiter Technik der Sozial-Holding, Klaus Wetzel, (Tel. 02166-4554800) gerne zur Verfügung.



zurück zur Übersicht