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Presse

19.01.2010: Pflegende Angehörige entlasten: Neue Angebote für Demenzkranke und Angehörige

Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind vielfältigen Anforderungen ausgesetzt: Sie begleiten und unterstützen die Betroffenen oft rund um die Uhr und übernehmen bei nachlassenden Fähigkeiten immer mehr Aufgaben. Mit neuen ambulanten Angeboten kann die Sozial-Holding diese Angehörigen entlasten.

Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz sind vielfältigen Anforderungen ausgesetzt: Sie begleiten und unterstützen die Betroffenen oft rund um die Uhr und übernehmen bei nachlassenden Fähigkeiten immer mehr Aufgaben. Sie wissen manchmal nicht, wie sie auf veränderte und ungewohnte Verhaltensweisen der Erkrankten reagieren können. Oft finden sie kaum noch Zeit für sich und opfern ihre ganze Kraft. Die Leistungen der Pflegeversicherung haben sich seit rund einem Jahr diesem Bedarf angepasst und Pauschalen für zusätzliche Betreuungsleistungen für pflegende Angehörige festgelegt. „Bis zu 2.400 Euro pro Jahr zahlt die Pflegekasse bei Bedarf für solche unterstützenden Angebote, unabhängig davon, ob der Betroffene in eine Pflegestufe eingruppiert ist, oder nicht“, weiß Ulla Diwok, Pflegedienstleiterin der Ambulante Dienste GmbH, einem Tochterunternehmen der städtischen Sozial-Holding. Sie bedauert, dass sich immer noch zu wenig betroffene Familien an Dienste wenden, die entsprechende Leistungen anbieten: „Wenn die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt ist, geht vieles besser“, erklärt Diwok, die es als gemeinsame Aufgabe von Angehörigen und professionellen Helfern ansieht, den Alltag von Demenzkranken in der gewohnten Umgebung möglichst lebenswert zu halten. Deshalb bietet die Sozial-Holding jetzt verschiedene Bausteine in der ambulanten Betreuung von Demenzkranken und bei der Entlastung von pflegenden Angehörigen an: Von Beratungsgesprächen im häuslichen Umfeld über die stundenweise Entlastung von Angehörigen bis hin zu Pauschalangeboten für die Betreuung vormittags, nachmittags oder ganztags reicht das Angebot. Die Kosten liegen zwischen rund 16 Euro für die Einzelstunde bis zu 45 Euro für ein dreistündiges Pauschalpaket am Vor- oder Nachmittag. Wer sich über die Leistungen informieren möchte, kann sich an das Beratungszentrum der Sozial-Holding unter der Rufnummer 02161 /811 96 811 wenden. Wert legt Helmut Wallrafen-Dreisow, Geschäftsführer der Sozial-Holding, auf die Qualifikation und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der ambulanten Betreuung eingesetzt werden: „Alle werden von uns sozialversicherungspflichtig beschäftigt, tariflich entlohnt und haben eine Zusatzausbildung als Betreuungsassistenz absolviert.“ Ergänzt werden soll das Angebot ab März durch stundenweise Gruppenbetreuung von Demenzkranken in Räumen der städtischen Altenheime und durch die Einrichtung von Gesprächskreisen für pflegende Angehörige in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft.



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